TÖPFERN - DIE EIGENE SPUR FINDEN

 

Ton ist ein wunderbarer Stoff: sich mit seinen Händen ausdrücken,  spüren wie eine Figur oder ein Gefäß unter ihnen wächst. Wir erleben  einen Schöpfungsakt.   Es kann sehr sinnlich sein, den Ton zu berühren und  ihm eine Form zu geben und die Oberflächen zu gestalten. Spielerisch seine Spur finden – die Hände spielen mit dem Ton, der Verstand begreift es mit Hilfe der Hände.

 

Ton wandelt sich im Prozeß zum fertigen Objekt: vom feuchten formbaren Ton über die Trocknung,  er wird starr und verletzlich, bis hin zur Keramik nach dem Brand und das Material gesteinsartige Züge annimmt. Er verändert dabei meist seine Farbe und die Kanten treten schärfer hervor. Das Ergebnis kann überraschen. Engoben und Glasuren sind ein weiteres Abenteuer, dessen Ergebnis uns begeistern kann oder auch als eine keramische  Erfahrung nach neuen Lösungswegen suchen lässt.

 

„ Das Spielerische ist der „Wurzelgrund der Kunst“, sagt Herbert Read. Im Wurzelgrund der Kunst beginnen und seinen eigenen Weg entdecken und gehen. Die persönliche Ausdrucksweise ist so vielfältig wie es Menschen gibt. Jede und jeder hat auch in der Keramik seinen ganz eigenen "Fingerabdruck". Ihrem "Fingerabdruck" in der Arbeit mit Ton nachzuspüren und in aller Freiheit umzusetzen, dazu  möchte ich Sie ermutigen und fachlich begleiten.